hanfprodukte kaufen


Inhaltsverzeichnis:

Was genau versteht man unter Hanfprodukten?
Sind Hanfprodukte legal?
Weshalb kosten Produkte aus Hanf so viel?
Wie wirken Hanfprodukte?
Sind Hanfprodukte gesund?

Was sind Hanfprodukte?

Hanfmilch, Hanfkekse, Cannabis Öl – noch nie in der Geschichte hatten Verbraucher in Deutschland eine so große Auswahl an Hanfprodukten. Das Spektrum reicht von Life-Style-Lebensmitteln für die Gesundheit bis hin zu Anti-Aging Kosmetik. Doch stammen all diese Hanf-Kreationen wirklich von der gleichen Pflanze wie Joints und Hasch-Brownies? Und sind die neuen Produkte aus Hanf in Drogerie und Online-Shops überhaupt legal?

Alle Fragen zu Hanfprodukten, ihrer möglichen Wirkung auf die Gesundheit, der Legalität und ihrem Preis beantworten wir euch hier:

Welche Hanfprodukte sind legal?

Generell kann man in Deutschland legal alle Hanfprodukte kaufen, die weniger als 0,2 Prozent THC enthalten. Der Hintergrund: Tetrahydrocannabinol ist der psychoaktive Inhaltsstoff im Rauschhanf. Kommt man damit beim Konsum von Haschisch oder Marihuana in Kontakt, erlebt man das typische „High-Gefühl“. Doch die Cannabispflanze hatte in ihrer Jahrtausende alten Geschichte als Heil- und Nutzpflanze nicht immer so einen hohen Gehalt an berauschenden Inhaltsstoffen. Erst die gezielte Züchtung seit den 1960ern brachte Sorten hervor, die über 20 Prozent Tetrahydrocannabinol enthalten. Damit hat sich der durchschnittliche THC-Gehalt der Droge in den vergangenen 15 Jahren schlichtweg verdoppelt. Zum Glück funktioniert Züchtung auch andersherum: Aus einigen Hanfsorten ist das Tetrahydrocannabinol quasi herausgezüchtet worden. Diese Cannabissorten von der Kategorie „Nutzhanf“ bieten den Grundstoff für das breite Spektrum legaler Hanf Produkte in den Bereichen Lebensmittel und Kosmetik. Weitere Infos zum Thema Hanfanbau in Deutschland findest Du auch hier in unserm Blog: https://fivebloom.de/blogs/cbd-news/darf-man-cbd-hanf-selbst-anbauen

Hanfprodukte kaufen in Deutschland – was ist was?

Grob lassen sich Hanfprodukte in drei Gruppen aufteilen:

Kategorie 1) Textilien und Papier aus Hanffasern

Kategorie 2) Lebensmittel und Kosmetik aus Hanföl und Hanfsamen

Kategorie 3) CBD-Produkte aus Hanfextrakt

Viele Vertreter der Kategorie 2 findest du heutzutage im Supermarkt und in der Drogerie. Dabei verblüfft die Vielfalt der Hanfprodukte – dm bietet allein 40 verschiedene Artikel aus Hanf an; darunter Müsliriegel, Schokolade, Proteinpulver, Hanföl, Hanfmehl oder Brotaufstriche. Den Grundstoff bilden hier meist Hanfsamen, auch Hanfnüsse genannt. Sie sind, ähnlich wie auch Leinsamen oder Chiasamen, besonders reich an Fetten, Eiweiß und Ballaststoffen. Ähnlich wie andere Nüsse und Kerne geben sie deshalb eine gesunde Zutat in Müslis, Gebäck oder Salaten ab. Der Clou an Hanfsamen: Im Gegensatz zu anderen Nüssen und Kernen enthalten sie relativ viel Eiweiß (bis zu 31 Prozent) und wenig Kohlenhydrate (lediglich 3 Prozent). Die eiweißreichen Nüsschen bieten damit den idealen Grundstoff für veganes Proteinpulver oder für kohlenhydratarme Mehl-Ersatzprodukte. Hanfprotein und Hanfmehl wiederum bieten der Industrie ideale Basiszutaten für Produkte wie vegane Hanfwurst, Hanfkekse und Hanf-Energieriegel.

Machen Hanf Produkte high?

Nein. Manchmal erweckt die Werbung für die jeweiligen Hanfprodukte aber gern den Eindruck, es handele sich hier um etwas Verbotenes oder Berauschendes. So nennt Fleischverarbeiter Wiesenhof seine vegane Hanfwurst „Raggae Bruzzler“ und bewirbt sie zweideutig als „High-Light“. Auch der Schokoladenhersteller Ritter Sport taufte eine Kreation aus Hanfsamen und Vollmischschokolade dreist „Schoko und Gras“, obwohl natürlich kein „Gras“ (Marihuana) in der Tafel enthalten war. Solche Marketing-Gags sollen den Verbraucher mit dem Charme des Illegalen zum Kauf verführen aber schaden eigentlich dem Vertrauen in gesunde Hanfprodukte.

Kategorie 3: CBD-Produkte aus Hanf-Extrakt

Wie kritisch Hanfprodukte in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, sieht man am besten an Produkten aus Cannabis-Extrakt. Bei CBD Öl, CBD Kapseln und vielen andere Varianten stehen die wertvollen Cannabinoide aus Hanf im Fokus – allen voran das Cannabidiol (CBD). Diese Inhaltsstoffe gewinnen Hersteller mit einer schonenden Kohlendioxid-Extraktion aus den Blüten und Blättern von Nutzhanf und verarbeiten sie zu CBD Öl, CBD Honig oder CBD Kosmetik. Da diese Produkte den Auszug der kompletten Pflanze enthalten, einen sogenannten Vollspektrum Extrakt, liefern sie dem Verbraucher nicht nur CBD, sondern bis zu 100 weitere Cannabinoide (z.B. CBG und CBN), Flavonoide und ätherische Öle. Die Voraussetzung für die Legalität: CBD-Produkte in Deutschland müssen aus EU-zertifiziertem Nutzhanf hergestellt werden und dürfen nicht mehr als 0,2 Prozent THC enthalten.

Hanfprodukte: dm steigt aus und wieder ein – warum?

Schlagzeilen machte im Jahre 2019 die Drogeriekette dm, als sie CBD Öl zunächst ins Sortiment aufnahm, um es dann wieder zu verbannen. Warum? Ist CBD Öl etwa doch illegal? Nein. In Wahrheit waren Hanfprodukte bei dm dadurch aufgefallen, dass ihr THC-Anteil die gesetzliche Grenze überschritt. Zwar nur im Bereich von Mikrogramm, also Tausendstel-Gramm-Anteilen, aber das genügt, um die Charge aus dem Verkehr ziehen zu müssen. Kurze Zeit später hieß es jedoch in puncto Hanfprodukte: dm nimmt CBD Öl wieder in die Regale auf.

Hanfprodukte dm und online – riskiere ich einen positiven Drogentest?

Genau das wollte der Westdeutsche Rundfunk 2019 genauer wissen und setzte zwei Sportstudentinnen drei Tage lang auf eine Hanfprodukt-Diät. Hanfmüsli, Hanfwurst, Hanftee und Hanfkekse standen unter anderem auf dem Speiseplan. Im Anschluss an die Hanfkur folgte der Urintest. Das Ergebnis: Es wurden keine Anzeichen von Tetrahydrocannabinol im Körper gefunden. Wer hierzulande also Hanfprodukte in Supermärkten, Drogerien oder seriösen Online-Shops kauft, muss nicht befürchten, unabsichtlich mit Rauschmitteln in Kontakt zu kommen.

Kategorie Nutzhanf: Ist der Anbau legal?

„Wenn also Hanfprodukte ohne THC in Deutschland legal sind, dann könnte ich auch Nutzhanf auf meinem Balkon züchten … “, so denken viele Anwender, die auf den Geschmack von Hanftee, Hanfsamen und Co gekommen sind. Immerhin kultivieren viele zuhause auch Sprossen, Kresse oder das eigene Gemüse. Doch so einfach ist es in Deutschland dann leider doch nicht. Die streng kontrollierten Nutzhanf-Sorten, die in der EU jedes Jahr wieder auf ihren THC-Gehalt getestet werden, dürfen hierzulande nur von zugelassenen Landwirten angebaut werden. Die Bauern dürfen ihre Pflanzen auch nicht einfach vermehren, sondern müssen zertifiziertes Saatgut verwenden. Mit diesen Vorschriften will der Gesetzgeber verhindern, dass sich jemand quasi im Hinterhof aus Nutzhanf doch etwas Berauschendes züchten könnten. Konsequenterweise darfst du als Verbraucher auch keine Rohware beim Hanfbauern kaufen – das ist nur gewerblichen Nutzern gestattet, die den Hanf in Cremes, Öle, Textilien und Co verarbeiten. Die Vorschriften klingen zwar streng, aber tragen im Endeffekt zu einem Markt mit THC-freien und seriösen Produkten bei. Und – Hand aufs Herz – eigentlich hat doch niemand Lust, seine Hanfsamen in der Ölmühle selbst zu pressen oder gar selbst eine CO2-Extraktion im Wohnzimmer durchzuführen.

Warum sind Hanfprodukte so teuer?

Eine Flasche CBD Öl für 29,99€? Viele Anwender sind über den Preis von Produkten aus Hanf-Extrakt erst einmal erstaunt. Da hilft es auch nicht, wenn man erklärt, dass CBD Öl nur tropfenweise zum Einsatz kommt.

Schaut man sich den Produktionsprozess einmal genauer an, dann wird besser klar, warum viele Hanfprodukte vergleichsweise hohe Preise haben. Denn: Bei der Gewinnung von Cannabis Extrakt wird viel Pflanzenmaterial benötigt, um wenige Tropfen der reinen Essenz zu gewinnen. Schließlich geht es hier um die reinen Cannabinoide, Flavonoide und ätherischen Öle der Pflanze – sämtliche Faserstoffe bleiben zurück. Die Extraktion der Cannabisinhaltsstoffe lässt sich deshalb in etwa mit der Gewinnung eines ätherischen Parfum-Öls vergleichen. Zum Vergleich: Um einen Liter Rosenöl aus Blüten zu destillieren braucht man etwa 4 Tonnen Blütenblätter. Entsprechend teuer ist auch das Resultat: Ein Liter echtes bulgarisches Rosenöl kann bis zu 10.000 Euro kosten. Bei einem CBD Vollspektrum Extrakt handelt es sich um einen ähnlich kostbaren Grundstoff, der mit viel Aufwand aus den Blüten und Blättern von Nutzhanf gewonnen wird. Hinzukommt, dass keine billigen Lösungsmittel zum Einsatz kommen, sondern das aufwändige Verfahren der Kohlendioxid-Extraktion. Der Vorteil: Im CBD Extrakt finden sich anschließend keine Rückstände von Chemikalien aus dem Gewinnungsverfahren.

Wo kann man Hanfprodukte kaufen, die Qualität haben?

Je besser der Rohstoff, desto besser das Produkt. Daher solltest du bei sämtlichen Hanfprodukten von den Samen bis zum CBD Öl auf BIO Qualität achten. Nur so ist garantiert, dass beim Anbau keine schädlichen Pestizide eingesetzt werden, deren Rückstände durch den Verzehr in deinen Körper wandern könnten. Das zweite wichtige Kriterium: CBD-Produkte solltest du nur bei professionellen Anbietern beziehen, die ihre Artikel regelmäßig im Labor auf ihren THC-Gehalt analysieren lassen. Wie der Fall von dm zeigt, können hier die Werte manchmal abweichen, selbst wenn zertifizierter EU-Nutzhanf die Grundlage des Produkts ist. Wir von Five Bloom lassen unsere Premium Produkte deshalb regelmäßig von akkreditierten Laboren prüfen, um euch sichere Qualität zu bieten.

Was bewirken Hanf Produkte?

Ganz klar vorneweg: Hanfprodukte wie CBD Öl und ähnliche Artikel fallen nicht in die Kategorie „Medikamente“, deshalb ist es nicht angebracht, von einer „Wirkung“ zu sprechen. Die EU-Health-Claims-Verordnung regelt für Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel ganz klar, dass gesundheitsbezogene Aussagen nur dann erlaubt sind, wenn sie weitreichend belegt sind und durch die EU-Kommission abgesegnet wurden. Was Cannabidiol anbelangt, gibt es zwar zahlreiche interessante Informationen aus Studien aber eben keinen offiziellen Konsens über eine erlaubte gesundheitsbezogene Aussage.

Um dir trotzdem seriöse Informationen zu bieten, beschreiben wir dir im Folgenden die möglichen Effekte von CBD, die zumindest in einzelnen Studien beobachtet wurden aber nicht verallgemeinert werden dürfen.

Wie wirkt CBD im Körper?

Unser Körper reagiert auf Cannabis-Inhaltsstoffe mit den Rezeptoren seines Endocannabinoidsystems. Jetzt mögen sich viele fragen: Warum besitzt der menschliche Körper eigene Rezeptoren für Pflanzenstoffe? Die Antwort ist: Diese Rezeptoren gehören zu körpereigenen Hormonen, die den Cannabinoiden aus Cannabis sehr ähnlich sind. Da sie erst später als die Pflanzenstoffe entdeckt wurden, nannte man sie in Anlehnung an die Hanf-Stoffe „Endocannabinoide“, also „innere“ Cannabinoide.

Was macht CBD im Kontakt mit körpereigenen Rezeptoren?

CBD bindet an die CB1- und CB2-Rezeptoren an, die im Körper vielfältige Aufgaben steuern, zum Beispiel das Gedächtnis, den Appetit, den Schlaf und das Immunsystem. Dabei zeigt das Cannabidiol eher beruhigende und ausgleichende Effekte. Während THC beispielsweise Psychosen verursacht, indem es die CB1-Rezeptoren in den Nervenzellen übermäßig erregt, fungiert Cannabidiol hier als Gegenspieler und bremst die Reizübertragung. Im Experiment vermindert es folglich auch Angstzustände, die bei Probanden durch THC ausgelöst wurden. Auch solo bewies CBD in mehreren Studien eine entspannende Wirkung. Darüber hinaus konnten Forscher nachweisen, dass es nicht nur die CB-Rezeptoren anspricht, sondern auch die Schmerz-Rezeptoren vom Typ TRPV1. Dieser Mechanismus könnte die schmerzlindernde Wirkung erklären, die man bereits für CBD beobachtet hat.

Bislang existieren Forschungsdaten, die für Cannabidiol folgende Wirkungen für möglich halten:

  • antibakteriell
  • antidepressiv
  • antiepileptisch
  • anxiolytisch (angstlösend)
  • entzündungshemmend
  • immunmodulierend
  • krampflösend
  • neuroprotektiv
  • schmerzlindernd

Wer nutzt Hanfprodukte gern?

Menschen mit chronischen Beschwerden ist klar, dass Hanfprodukte nicht offiziell zur Therapie zugelassen sind. Trotzdem nutzen viele die frei verkäuflichen Artikel zur Steigerung des individuellen Wohlbefindens. Darunter finden sich etwa Betroffene mit Migräne, dem Reizdarmsyndrom oder Fibromyalgie, die berichten, dass CBD-Produkte ihnen bei Schmerzen nützen. Diese Beobachtung ist vielleicht gar nicht aus der Luft gegriffen – immerhin gibt es Wissenschaftler, die eine Fehlfunktion im Endocannabinoidsystem für die Symptome von Migräne, Reizdarm und Fibromyalgie verantwortlich machen. Laut ihrer Studie könnte es daher nützen, dem Körper Cannabinoide wie CBD von außen zuzuführen.

Können Hanf Produkte die Stimmung verbessern?

Viele Anwender greifen bei Stress und Anspannung gern zu CBD Öl, Tropfen oder Kapseln. Der Hintergrund: Cannabidiol konnte bereits in mehreren Versuchen den Blutdruck senken und Ängste reduzieren. Es sind sogar Experimente beschrieben, in denen CBD half, eine konditionierte negative Gefühlsreaktion wieder aufzulösen. Schließlich half es sogar Probanden, die an einer sozialen Phobie litten, einen Vortrag vor Publikum zu halten. Natürlich darf man von den Ergebnissen dieser kleinen Untersuchungen nicht vorbehaltlos eine Allgemeinwirkung ableiten. Dennoch fühlen sich viele CBD-Fans in akuten Stresssituationen nach subjektiver Aussage einfach besser, wenn sie ihr Lieblings-Hanfprodukt nutzen.

„CBD wirkt gar nicht!“

Diese Aussage hört man oft von Skeptikern. Sie beziehen sich darauf, dass bislang keine gesundheitsbezogene Aussage zu CBD in die offizielle Liste der „Health Claims“ aufgenommen wurde. Doch Cannabidiol deshalb als „unwirksame“ Substanz abzustempeln wäre komplett realitätsfern. Immerhin bildet CBD (neben THC) einen der zentralen Wirkstoffe, die medizinische Cannabisblüten ausmachen. Medizinisches Cannabis dürfen Ärzte seit 2017 Menschen mit chronischen Schmerzen z.B. im Rahmen einer Krebserkrankung verschreiben. Darüber hinaus wurde 2019 in den USA das erste Medikament zugelassen, das auf reinem Cannabidiol basiert. Der Hintergrund: Große klinische Studien hatten gezeigt, dass CBD bestimmten Formen der Epilepsie bei Kindern entgegenwirkt. Während die kleinen Patienten im Studienzeitraum täglich CBD erhielten, verringerten sich ihre epileptischen Anfälle signifikant, sodass einige Patienten sogar frei von Anfällen blieben. Fachleute gehen davon aus, dass ein Epilepsie-Medikament aus CBD demnächst auch in Europa zugelassen wird. Fazit: Fundierte Informationen zeigen, dass CBD bei einigen Krankheiten eine erwiesene Wirkung hat.

Können Hanfprodukte Nebenwirkungen haben?

Für viele Lebensmittel gilt der alte Spruch von Paracelsus: Allein die Dosis macht das Gift. Daher ist auch jedem Verbraucher klar, dass der Verzehr einer ganzen Packung Hanfschokolade täglich durchaus negative Begleiterscheinungen haben kann. Zum Beispiel Übelkeit und Gewichtszunahme. Doch wie sieht es mit CBD Öl und Co aus? Besteht hier die Gefahr einer Überdosierung? Auf diese Frage antworten die Hersteller stets mit „nein“ und das hat wissenschaftliche Hintergründe. In Versuchen konsumierten Probanden nämlich schon Einzeldosen CBD, die der Menge von vier Flaschen CBD Öl auf einmal entsprechen, und trugen dabei keine Schäden davon. Einige klagten lediglich über Übelkeit, Durchfall und Müdigkeit.

Personen, die wegen einer chronischen Krankheit regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten dennoch mit ihrem Arzt Rücksprache halten, bevor sie Hanf Produkte mit CBD zu sich nehmen. Der Grund: Cannabidiol kann beeinflussen, wie andere Substanzen in der Leber verstoffwechselt werden.

Und noch ein letzter Hinweis: Schwangere Frauen sollten auf Hanfprodukte mit CBD vorsichtshalber verzichten. Das Cannabinoid ist nicht offiziell als embryotoxisch deklariert, aber seine Auswirkungen auf den Fötus wurden auch nicht weitreichend untersucht. Mit potenziellen Risikofaktoren sollte man den Kontakt in der Schwangerschaft am besten strikt meiden. Das gilt auch für risikoreiche Lebensmittel wie Rohmilchkäse, Rohwurst, Lakritz und bestimmte ätherische Öle.

Wie gesund sind Hanf-Produkte?

Produkte aus Hanf haben einen hohen Gesundheitswert. Ein Beispiel dafür ist Hanföl, das aus Hanfsamen gepresst wird. Das grüne nussig-aromatische Pflanzenöl ist eine der reichsten Quellen an Omega-3-Fettsäuren unter den pflanzlichen Lebensmitteln. Omega-3-Fette sind in der menschlichen Ernährung deshalb so wichtige, weil sie im Zusammenspiel mit bestimmten Entzündungsprozessen im menschlichen Körper stehen. Während Omega-3 im Ruf steht, die entzündungshemmenden Hormone zu stimulieren, gibt es andere Fette wie Omega-6, die eher entzündungsfördernde Hormone anstoßen. Beide Prozesse müssen im Körper ein Gleichgewicht bilden, damit wir gesund bleiben.

Hanföl für eine gute Omega-3-Bilanz

Das Problem: Unsere westliche Ernährungsweise verschiebt das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 ins Ungünstige. Die Folge könnten Entzündungsprozesse sein, die Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Wo die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass wir maximal 5 Teile Omega-6 auf 1 Teil Omega-3 essen sollten, verzehrt der Durchschnittsdeutsche das 15- bis 20-fache an Omega-6-Fettsäuren. Was ist das Gute am Hanföl? Es liefert 3 Teile Omega-3 auf 1 Teil Omega-6 und eignet sich deshalb gut dafür, eine Fehlernährung auszugleichen.

GLA für eine gepflegte Haut

Noch mehr Argumente für die Gesundheit gefällig? Neben Omega-3 liefert Hanföl auch hohe Anteile an Gamma-Linolensäure. Dieser besonderen Fettsäure bescheinigen Wissenschaftler einen positiven Einfluss auf die Hautgesundheit. Sie stärkt die Barrierefunktion der Haut, wirkt antientzündlich und steigert auch die Hautfeuchte. Und zwar nicht nur als Zutat in Kosmetik, sondern auch dann, wenn sie oral eingenommen wird. Bessere Lieferanten von GLA als Hanföl gibt es in der Welt der Pflanzenöle nur zwei: Borretschöl und Nachtkerzenöl.

Hanfsamen bieten hochwertige Proteine

Neben dem hochwertigen Pflanzenöl bieten auch Hanfsamen und Hanfmehl viele Vorteile für die Gesundheit. Die Samen sind vor allem reich an hochwertigem pflanzlichen Eiweiß: bis zu 31 Gramm pro 100g. Zum Vergleich: Das von Kraftsportlern oft beschworene Steak kommt gerade einmal auf 22 Gramm. Für Hanf spricht auch sein Proteinprofil: Es enthält 6,8 Prozent Leucin, 5,6 Prozent Valin und 4,5 Prozent Isoleucin – diese essenziellen Aminosäuren kann der menschliche Organismus nicht selbst bilden, sondern muss sie täglich mit der Nahrung aufnehmen. Gleichzeitig zählen sie zur Kategorie der BCAAs (Branched Chain Amino Acids), die wichtig für den Energiestoffwechsel der Muskulatur sind. Kein Wunder also, dass Hanfprotein-Pulver gern von Ausdauersportlern und Kraftsportlern genutzt wird. 

CBD Öl: lieber aus Vollspektrum Extrakt

Wer etwas für seine Gesundheit tun will, sollte eher Hanfprodukte kaufen, die einen Vollspektrum Extrakt enthalten, anstatt Artikel mit isoliertem CBD. Denn sie enthalten ein vollständiges Spektrum der Pflanzeninhaltsstoffe, das womöglich einen größeren Effekt ausübt als eine Einzelsubstanz. Zumindest in vitro konnten Wissenschaftler messen, dass CBD im Komplex des vollständigen Pflanzenextrakts scheinbar stärkere Wirkungen zeigt als isoliertes Cannabidiol. Dieses Phänomen heißt bei Fachleuten: Entourage Effekt. Hier findest Du zudem weitere Informationen und Erfahrungen zu m Thema Hanfprodukte.