Wie lange bleibt CBD im Körper? Cannabidiol im Blutkreislauf

Juli 31, 2019

Frau hält Sanduhr vor ihrem Bauch

Wie lange CBD im Blutkreislauf nachgewiesen werden kann, hängt von vielen Faktoren ab:

Nahrungsergänzungsmittel mit CBD können das Wohlbefinden deutlich steigern– doch wie lange hält der Effekt an? Hier ist entscheidend, wie lange das Cannabidiol im menschlichen Körper bleibt. Welche Faktoren die Verweildauer im Blutkreislaufbestimmen und welche CBD Produkte besonders schnell verstoffwechselt werden, erfährst du im Folgenden:

CBD: Dosis und Anwendungsdauer erhöhen den Blutspiegel

Wie lange CBD im Körper bleibt und aktiv ist, hängt davon ab,wie hoch die Dosisist und ob die Einnahme regelmäßig erfolgt. Bei einer Einmaldosis nimmt man an, dass sich CBD etwa 3 bis 4 Stunden lang im Blutkreislauf befindet. Doch lässt sich diese Zeitspanne mit einer höheren Dosis und längeren Einnahmespannen deutlich verlängern: So maßen Wissenschaftlern in Versuchen, in denen Probanden mehrere Wochen lang CBD einnahmen, Halbwertszeiten von 60 Stunden bis 5 Tagen.[1] [2] Innerhalb dieser Zeitspanne hat sich die maximale CBD-Konzentration im Blut auf die Hälfte reduziert. Nach einer Woche ohne CBD war das Cannabidiol bei einem Großteil der Teilnehmer im Blut nicht mehr nachweisbar. Aus diesen Versuchen geht hervor, dass CBD länger im Körper bleibt, desto höher und regemäßiger die Dosis ausfällt. Fachleute empfehlen daher, Präparate mit CBD 2-mal am Tag einzunehmen, um einen gleichmäßigen Blutspiegel zu erreichen.




Unterschiedliche CBD Produkte: Wie schnell wirken sie?

CBD wird als Nahrungsergänzungsmittel in Form von CBD Öl, Kapseln und CBD Balsam angeboten. Zusätzlich besteht die – rechtlich nicht ganz unproblematische – Möglichkeit, CBD Blüten zu rauchen. Mit dem Betäubungsmittelgesetz nicht in Widerspruch steht dagegen das Dampfen von CBD-Liquids in E-Zigaretten. Doch welche Art der Einnahme bringt das Cannabidiol am schnellsten in den Organismus des Anwenders?

  • CBD rauchen bzw. dampfen: Hier gelangt das Cannabidiol durch das Erhitzen und Inhalieren beinahe sofort in den Blutkreislauf. Der Nachteil: Gerade gesundheitsbewusste Menschen stören sich an der Assoziation zu Joints und Zigaretten. Für sie bietet sich die orale Einnahme eher an.
  • CBD Öl und Spray: Träufeln sich Anwender ein hochwertiges CBD Öl unter die Zunge, erfolgt die Aufnahme in den Organismus binnen weniger Minuten. Der Grund: Durch die Mundschleimhaut mit den darunter liegenden Blutgefäßen wird das Cannabidiol rasch absorbiert und dem Körper zugeführt.
  • CBD Kapseln: Da sich das CBD Öl hier in veganen Gelkapseln befindet, ergibt sich ein Verzögerungseffekt. Etwa eine Stunde vergeht, bis die Kapsel im Magen zersetzt wurde und das CBD Öl in den Blutkreislauf übergehen kann.
  • CBD Balsam und Gele: Nicht nur die Mundschleimhaut, sondern auch die Epidermis des menschlichen Körpers bildet einen hervorragender Transportweg für CBD. Im Experiment fanden Forscher sogar heraus, dass Cannabidiol über unsere Haut 10-mal besser aufgenommen werden kann als THC.[3] Bis sich nach dem Auftrag auf die Haut ein stabiler Blutspiegel von CBD aufgebaut hat, kann es bis zu 24 Stunden dauern. Die Anwendung auf der Haut ist daher nicht so sehr als Akutmaßnahme geeignet, sondern besser langfristig einzusetzen.

Was beeinflusst noch die CBD Aufnahme?

Die gängige Annahme lautet, dass CBD auf nüchternen Magen am schnellsten in den Körper aufgenommen wird. Doch Forscher fanden noch eine weitere Verbindung: Ein fettreiches Essen steigert die maximale CBD-Konzentration im Blut. Daher hat das Verarbeiten von CBD Produkten in Kakao, Schokolade und Browniesdurchaus einen Sinn. CBD ist bezüglich seiner chemischen Struktur ein fettliebendes Molekül und löst sich nicht gut in wässrigen Substanzen. Dies spricht auch für den Pflanzenöl- bzw. MCT-Öl-Anteil in den gängigen CBD Ölen.

Apropos Drogentest: Kann man CBD in Blut und Urin nachweisen?

Viele Menschen möchten wissen, wie lange CBD im Blut nachweisbar ist, weil sie Angst vor einem möglichen Drogentest haben. Doch hier kann Entwarnung gegeben werden: Blut- und Urintests der Polizei reagieren ausschließlich auf THC und seine Abbauprodukte. Da CBD nicht psychoaktiv ist und im Betäubungsmittelgesetz nicht als Rauschmittel aufgeführt wird, interessiert sich keine Behörde für den Cannabidiol-Gehalt im Blut von Autofahrern. Probleme kann es lediglich dann geben, wenn du CBD-Produkte aus Ländern beziehst, in denen die THC-Grenzwerte höher ausfallen, z.B. aus der Schweiz. Wer dann relativ hohe Dosierungen konsumiert, kann seinen THC-Wert im Blut unabsichtlich so weit steigern, dass ein Drogentest anschlägt.