Endlich mit dem Rauchen aufhören. Kann CBD dabei helfen?

März 23, 2019

Endlich mit dem Rauchen aufhören. Kann CBD dabei helfen?

Studien zeigen: Cannabidiol kann den Verzicht auf Zigaretten eventuell erleichtern

Viele Raucher haben schon zigmal aufgehört– beim rauchfreien Lebensstil zu bleiben, schaffen allerdings nur wenige. Schuld ist weniger eine körperliche Abhängigkeit, sondern mehr die Gewohnheit, bei Stress zum Glimmstängel zu greifen. Aktuelle Studien untersuchen, ob CBD Raucher bei der Entwöhnung unterstützen könnte. Schafft man es mit einigen Tropfen CBD Öl vielleicht eher, das Rauchen zu unterlassen?

Rauchstopp mit CBD - Pilotstudien geben Hoffnung

In einer Pilotstudie aus dem Jahr 2013 erhielten 24 Raucher, die gern aufhören wollten, jeweils einen Inhalator. Die Hälfte der Geräte verströmte auf Knopfdruck CBD, die restlichen waren mit einem Placebo bestückt. Laut Anweisung sollten die Probanden jedes Mal, wenn sie die Lust auf eine Zigarette verspürten, zuerst den Inhalator nutzen. Gleichzeitig dokumentierten sie ihren Zigarettenkonsum. Im Ergebnis hatte sich das Rauchverhalten der Placebo-Gruppe während der Studie gegenüber vorher nicht verändert. Die Teilnehmer der CBD-Gruppe dagegen hatten während der Versuchswoche im Durchschnitt 40 Prozent weniger geraucht als sonst.[1]

Durch welche Mechanismen genau CBD das Nichtrauchen unterstützen könnte, ist aktuell noch unklar. In einem weiteren Experiment zeigte sich, dass 800mg CBD als Einzeldosis es Rauchern erleichterten, ihre Aufmerksamkeit vom Wunsch nach einer Zigarette abzuwenden. Zeigten Forscher den Rauchern Bilder von Zigaretten, empfanden sie diese unter dem Einfluss von CBD als weniger attraktiv.[2]

Wie kann CBD Entzugserscheinungen mindern?

Ein Grund, warum Raucher nach der Zigarette greifen, ist Stress. Bei Hektik, Nervosität und Angstgefühlen haben sich viele darauf konditioniert, das Rauchen zur Entspannung und zum Stressabbau zu nutzen. Eigentlich keine schlechte Idee – denn der Griff zur Zigarette aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn. Gewohnheitsmäßige Raucher verlieren daraufhin rasch ihre Anspannung. Allerdings will wohl niemand ernsthaft eine kurzfristige Entspannung mit einem deutlich erhöhten Krankheitsrisiko und einer geringeren Lebenserwartung bezahlen.

Raucher, die sich entschließen aufzuhören, bekommen allerdings die Schattenseiten ihrer Konditionierung zu spüren. Wo der gewohnheitsmäßige Belohnungsreiz ausbleibt, wächst der Stress, bis hin zu körperlichen Symptomen wie Herzrasen und Händezittern.

Hier könnte CBD unter Umständen helfen – immerhin konnte es innerhalb wissenschaftlicher Studien die Angstgefühle der Probanden in akuten Belastungssituationen mindern.[3] Für Ex-Raucher ist dies ein besonders wichtiger Punkt, denn sie leiden vermehrt unter Stress, wenn ihnen ihr Suchtmittel entzogen wird. Doch Forscher vermelden auch eine gute Nachricht für alle Entzugswilligen: Nach drei Monaten ohne Zigaretten normalisiert sich bei ehemaligen Rauchern die Funktion des Belohnungszentrums im Gehirn. Der durch Abstinenz ausgelöste Druck verschwindet dann von allein.

Kann CBD auch andere Abhängigkeit reduzieren?

Menschen, die gewohnheitsmäßig Cannabis rauchen, erleben mit der Zeit die Schattenseite ihrer Droge: Sie entwickeln Ängste, psychose-ähnliche Zustände und bilden sogar organische Veränderungen im Gehirn aus. Australische Forscher demonstrierten in einer Studie an langjährigen Cannabiskonsumenten, dass sie während der 10-wöchigen Einnahme von Cannabidiol deutlich weniger Angstzustände erlitten als vorher.[4] Zusätzlich steigerte sich ihre Aufmerksamkeit. Selbst die durch THC erzeugten Hirnveränderungen begannen sich während einer CBD-Therapie wieder zurückzuentwickeln.[5] Versuche, in denen Menschen auf bestimmte visuelle Auslöser konditioniert werden, legen außerdem nahe, dass CBD dabei unterstützt, die erlernten „Trigger“ wieder zu verlernen.[6]

Experten glauben, dass Cannabidiol perspektivisch vielleicht sogar für die Sucht nach Psychostimulanzien, Kokain und Opioiden ein therapeutisches Potenzial bieten könnte.[7]

Wie wende ich CBD gegen Nikotinsucht an?

Wer mit dem Rauchen aufhört, kann Nahrungsergänzungsmittel mit CBD regelmäßig in seinen Tagesplan einbauen. Dabei empfehlen sich CBD Öle, die tropfenweise unter die Zunge geträufelt werden. Für unterwegs eignen sich unauffällige Produkte wie CBD Gummibärchen oder CBD Bonbons an. Sie können leicht mitgeführt werden und sind im Falle akuter Zigarettenlust schnell griffbereit.

Sorgen um eine Verlagerung der Sucht brauchen sich Ex-Raucher bei CBD nicht zu machen. Als nicht psychoaktive Substanz besitzt Cannabidiol kein Abhängigkeitspotenzial.