CBD Liquid für E-Zigaretten – lässt sich Cannabidiol dampfen?

Juli 11, 2019

Zwei E-Zigaretten gefüllt mit CBD Liquid

Der Vaporizer liegt im Trend und bietet eine gesundheitsverträgliche Form, CBD zu rauchen. Hierbei ist CBD Liquid nicht gleich CBD Öl:

Seit abschreckende Bilder jede Zigarettenpackung zieren, kann es kein Konsument mehr verdrängen: Rauchen steht in direktem Zusammenhang mit Herzerkrankungen, Gefäßverengungen und Krebs. Verständlich, dass die Industrie bereits nach ungefährlichen Alternativen sucht. Das „Rauchen“ von E-Zigaretten, auch Dampfen oder Vaping genannt, könnte einen Ersatz für die klassische Zigarette darstellen. Da beim Verdampfen der Liquids keine Verbrennungsstoffe entstehen, reduziert es die Gesundheitsrisiken im Vergleich zum Tabakrauchen drastisch. Dabei sind E-Liquids sowohl mit als auch ohne Nikotin erhältlich. Relativ neu sind auch sogenannte CBD-Liquids, die reines Cannabidiol enthalten. Bieten sie eine gesundheitsförderliche Alternative zum Rauchen von CBD-Blüten?

Was ist CBD Liquid?

CBD Liquid ist ein mit Cannabidiol versetztes E-Liquid. Diese Flüssigkeiten für den Vaporizer bzw. die E-Zigarette basieren auf lebensmitteltauglichen Stoffen. In der Regel sind Glycerin und Propylenglycol enthalten, die häufig als Feuchthaltemittel in Lebensmitteln und Kosmetika dienen. Nikotin wird CBD Liquids in der Regel nicht zugesetzt. Du erhältst es allerdings in diversen Geschmacksrichtungen von Cannabisaroma bis hin zu Vanille, Mango und Erdbeere. Ohne Nikotin und THC wirken CBD Liquids weder psychoaktiv noch machen sie süchtig.

Hat CBD als Liquid eine Wirkung?

CBD Liquid verdampft man in einem Vaporizer, um es anschließend zu inhalieren. Beim Einatmen kommt der CBD-haltige Dampf mit den Schleimhäuten und den Atemwegen des Nutzers in Kontakt. Dieser Weg, Cannabidiol aufzunehmen, ist erwiesenermaßen ebenso effektiv wie die orale Einnahme. Da CBD über die Schleimhäute direkt in die Blutbahn gelangt, verteilt es sich besonders schnell im Körper des Anwenders.

Wie Cannabidiol im Detail auf das menschliche Wohlbefinden wirkt, untersuchen aktuell zahlreiche wissenschaftliche Studien. Sie weisen auf eine entspannende, schlaffördernde und krampflösende Wirkung hin. Da jedoch bislang nur wenige Daten erhoben worden, ist es innerhalb der EU untersagt, CBD im Zusammenhang mit Heilversprechungen zu verkaufen. E-Liquids mit CBD fallen daher in die Gruppe der Nahrungsergänzungsmittel. Hier ist es jedem Konsumenten selbst überlassen, den positiven Effekt auf das eigene Wohlbefinden einzuschätzen.

Hilft mir CBD Liquid, mit dem Rauchen aufzuhören?

Im Allgemeinen bietet das Dampfen ein probates Mittel, um vom Tabakrauch wegzukommen. Es erzeugt keine Verbrennungsstoffe und ermöglicht das Reduzieren und Weglassen von Nikotin durch geeignete Liquids. Auf der anderen Seite hilft es, ein soziales Ritual beizubehalten, und erzeugt mit dem Dampf auch etwas, das dem gewohnten Rauch entspricht. Schließlich legen Studien nahe, dass insbesondere CBD das Suchtverhalten von Rauchern positiv beeinflussen könnte. Raucher, die bei dem Wunsch nach einer Zigarette zuerst CBD inhalierten, konnten in einer Studie ihren Tabakkonsum um etwa 40 Prozent reduzieren.[1]

Birgt das Dampfen Risiken?

Wenn Nikotin in den E-Liquids enthalten ist, erzeugen sie laut Fachleuten ähnliche gesundheitliche Risiken und Suchtprobleme wie normale Zigaretten. Doch auch Liquids, die nikotinfrei sind, können durch Zusatzstoffe beim Verdampfen Toxine freisetzen. Daher solltest du stets darauf achten, dass nur lebensmitteltaugliche und natürliche Zusatzstoffe im Produkt deiner Wahl enthalten sind.

Ist CBD Liquid in Deutschland legal?

Um E-Zigaretten bzw. Vaporizer nutzen zu dürfen, musst du in Deutschland mindestens 18 Jahre alt sein. Dann sind auch Liquids, die CBD Extrakte enthalten, für dich legal. Wichtig ist hier: Das Produkt darf die Höchstmenge von 0,2 Prozent THC nicht überschreiten und muss aus EU-zertifiziertem Nutzhanf gewonnen worden sein.