CBD bei Kopfschmerzen – kann Cannabidiol bei Migräne helfen?

Juni 03, 2019

Frau mit Migräne sitz auf Wohnzimmersessel

Studienergebnisse lagen nahe, dass Cannabinoide Spannungskopfschmerzen und Migräne reduzieren könnten

Rund 54 Millionen Deutsche erleiden irgendwann in ihrem Leben Phasen mit Kopfschmerzen. Mit einem Anteil von 90 Prozent kommen dabei Spannungskopfschmerzen und Migräne am häufigsten vor. Obwohl frei verkäufliche Schmerzmittel meist der erste Therapieversuch sind, bringen diese auch unangenehme Nebenwirkungen mit. Ob CBD Öl hier eventuell als Alternative oder Ergänzung dienen kann, erläutern wir im Folgenden:

Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?

Sprachlich machen wir wenige Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Kopfschmerz – medizinisch bestehen jedoch eindeutige Klassifikationen. Zunächst unterscheiden Fachleute zwischen primären Kopfschmerzen, die als Beschwerdebild für sich alleinstehen, und sekundären Kopfschmerzen, die als Symptom von Begleiterkrankungen entstehen.

Häufig auftretende Arten von Kopfschmerzen sind die folgenden:

  • Spannungskopfschmerzen: Der Schmerz pulsiert nicht, sondern drückt und beengt die Kopfseiten. Häufig treten die Schmerzen dabei in symmetrischen Mustern auf. Spannungskopfschmerzen gehen nicht mit Übelkeit und Erbrechen einher.
  • Migräne: Hier tritt der Schmerz einseitig auf und pulsiert. Durch körperliche Aktivitäten verschlimmern sich die Beschwerden. Betroffene leiden zudem unter Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen.
  • Clusterkopfschmerzen: Hier treten die Schmerzattacken bis zu 8-mal täglich in einer Dauer von 15 Minuten bis 3 Stunden auf. Die Betroffenen erleiden einseitige Schmerzen, meist in der Augenregion, und haben den Drang, sich zu bewegen. Gerötete, tränende Augen sowie eine laufende oder verstopfte Nase sind weitere Begleiterscheinungen.

CBD bei Migräne – viele Betroffene empfehlen Cannabidiol

Gerade im Internet finden sich etliche Erfahrungsberichte von Migränepatienten, die berichten, dass CBD ihre Lebensqualität deutlich steigern konnte. In der Forschung ist das Bild hingegen noch nicht so klar: Zwar suggerieren einige Studienergebnisse, dass medizinisches Cannabis Migräne mildern könnte, doch fehlen die Untersuchungen für CBD als Einzelpräparat.

Im Jahre 2016 stellten einige Wissenschaftler allerdings eine These auf, die nicht nur den Schmerz bei Migräne, sondern auch die Symptome von Fibromyalgie und Reizdarmsyndrom erklären will. Laut ihnen könnten alle Beschwerdebilder auf einem Mangel an vom Körper produzierten Cannabinoiden (Endocannabinoiden) entstehen. Das Syndrom nennt sich daher chronischer Cannabinoid-Mangel (CED = Clinical Endocannabinoid-deficiency Syndrome).[1] Die Zufuhr von pflanzlichen Cannabinoiden von außen, insbesondere CBD, könnte laut Aussage der Forscher die Symptome von Migräne reduzieren.

CBD bei Spannungskopfschmerzen – wer Stress reduziert, bekämpft die Ursachen

Überblicksstudien, die sämtliche Untersuchungen bis zum aktuellen Zeitpunkt miteinbeziehen, zeigen, dass Cannabinoide, insbesondere THC und CBD, positive Wirkungen in der Therapie von Schmerzen zeigen. Insbesondere trifft dies auch auf Migräne und andere Arten von Kopfschmerzen zu.[2]

Bei Spannungskopfschmerzen könnte CBD auch im Hinblick auf die Ursachen geeignet sein. Denn diese Kopfschmerzen resultieren häufig aus der Verspannung der Nacken- oder Kaumuskulatur. Diese Muskeln verhärten, wenn wir täglich viele Stunden vor dem Computer arbeiten und auch bei Menschen, die in der Nacht mit den Zähnen knirschen. Hier kann Stress ein auslösender Faktor sein. Als präventive Maßnahmen eignen sich sowohl Entspannungstechniken, Sport als auch natürliche Nahrungsergänzungsmittel wie CBD. Dass Cannabidiol Angstgefühle und Stress insbesondere in öffentlichen Situationen reduzieren kann, belegten mehrfach die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien.[3]

Was sind die Vorteile von CBD als Nahrungsergänzungsmittel?

Viele Kopfschmerz-Betroffene greifen häufig zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure und Ibuprofen. Insbesondere Letzteres birgt das Risiko von Magenschmerzen und im schlimmsten Fall sogar Magenblutungen. Daher verschreiben Mediziner das Schmerzmittel in der Regel nur gemeinsam mit einem Magensäureblocker (z.B. Omeprazol). Migräne-Betroffene, die sich Schmerzmittel selbst verordnen, denken jedoch häufig nicht an die möglichen Nebenwirkungen.

CBD ist in seiner Form als Nahrungsergänzungsmittel dagegen frei von Nebenwirkungen. Seine verträgliche Maximaldosis liegt laut wissenschaftlichen Versuchen weit über den Dosierempfehlungen der Hersteller. Wer versuchen will als Kopfschmerzpatient sein Wohlbefinden mit CBD zu steigern, muss sich daher keine Gedanken um mögliche Risiken und Nebenwirkungen machen. Mit einer Ausnahme: Wenn du aufgrund von Migräne oder anderen Grunderkrankungen vom Arzt verordnete Medikamente einnimmst, solltest du einen Mediziner bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit CBD fragen.

Welche CBD Produkte sind bei Kopfschmerzen geeignet?

Wer bei Kopfschmerzen sein Wohlbefinden mit CBD steigern will, sollte ein Produkt wählen, dessen Inhaltsstoffe der Körper schnell aufschließen kann. Dies ist bei CBD Öl auf Basis eines Vollspektrum Extrakts der Fall. Drei Tropfen, die unter die Zunge auf die Mundschleimhaut geträufelt werden, sind hier die geläufige Einsteiger-Dosierung bei Bedarf.