CPD Öl oder CBD Öl – wie lautet die richtige Schreibweise?

August 29, 2019

Zeichnung von CBD und chemischer Verbindung

Abkürzungen können verwirren – so heißt das Nahrungsergänzungsmittel auf Cannabidiol-Basis wirklich:

Von Szene-Cafés in New York über die Berliner Spätis bis hin zu Online-Anbietern – überall ergänzt ein neues Nahrungsergänzungsmittel auf Cannabis-Basis das Angebot. Selbst der Softdrink-Gigant Coca-Cola plant aktuell, Getränke mit der hippen Hanfsubstanz zu entwickeln. Doch wie heißt das betreffende Produkt eigentlich genau? CPD oder CBD – wir klären auf:

CBD, CPD – oder was? Wie heißt das neue Nahrungsergänzungsmittel?

Viele Menschen, die seinen Namen flüchtig im Vorbeigehen hören, sind sich unsicher bezüglich der korrekten Schreibweise. Hier stellen wir es ein für alle Mal richtig: Es heißt nicht CPD, sondern CBD Öl. Das Silbenkurzwort CBD steht dabei für die natürliche Substanz Cannabidiol. Das Molekül stammt aus der Hanfpflanze und zählt zur Gruppe der Cannabinoide. Im Gegensatz zum bekannten Cannabis-Inhaltsstoff THC, der laut Betäubungsmittelgesetz in Deutschland illegal ist, übt CBD Öl jedoch keine psychoaktive Wirkung aus.

CPD? Nein: CBD für Cannabidiol

Wenn man dem Begriff CBD noch tiefer auf den Grund gehen will, muss man ein Stück in die Menschheitsgeschichte zurückreisen. Denn Cannabidiol entlehnte seinen Namen als Cannabinoid der lateinischen Bezeichnung der Hanfpflanze: Cannabis sativaDoch warum heißt Cannabis eigentlich Cannabis? Das müsste man theoretisch die alten Griechen fragen, sie den Hanf bereits vor 2500 Jahren „kánnabis“ (κάνναβις) tauften. Da diePflanze nicht in Griechenland heimisch war, sondern vom Balkan her eingeführt wurde, glauben Sprachwissenschaftler, dass auch ihr Name aus anderen Sprachen herrührt. Forscher vermuten, dass hier ein Wort kombiniert wurde; und zwar aus den beiden Begriffen kene (das bedeutet „Hanf“ in der Kaukasus-Sprache Tscheremissisch) und pis (das bedeutet „Nessel“ in einer sibirischen Sprache). Wörtlich übersetzt hieße Cannabis also „Hanfnessel“. Das ergibt durchaus Sinn, da die Hanfpflanze optisch einigen Brennnessel-Arten stark ähnelt.

Cannabidiol Öl – wie wird es aus Cannabis gewonnen?

CBD Öl basiert auf einem Extrakt aus Nutzhanf. Diese Hanfsorte hat einen besonders niedrigen Gehalt an psychoaktivem THC, der unter 0,2 Prozent liegt. Mithilfe von Druck und Kohlendioxid löst man einen Cocktail von Pflanzenstoffen aus den Cannabisblättern und -blüten, der neben CBD auch andere Cannabinoide, Terpene und Flavonoide enthält. Dieser CBD-Extrakt wird anschließend mit Öl gemischt, damit man eine standardisierte Konzentration von Cannabidiol im Produkt erreicht. CBD Öl mit 5%, 10%, 15% oder gar 20% Cannabidiol sind das Resultat der Produktion.

Klargestellt: Es heißt nicht CPD Öl, sondern CBD Öl – doch was bewirkt es eigentlich?

CBD (nicht CPD) Öl wird in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und darf vom Hersteller deshalb nicht mit konkreten gesundheitsbezogenen Aussagen beworben werden. Nichtsdestotrotz existieren zahlreiche wissenschaftliche Studien, in denen Cannabidiol auf seine potenziellen Wirkungen untersucht wird. Forscher sind sich einig, dass CBD antioxidativ wirkt und über seine Aktivität an den CB1- und CB2-Rezeptoren Schmerzen lindern sowie entzündliche Erkrankungen wie Rheuma und Arthritis verbessern könnte. Versuche legen darüber hinaus nahe, dass Cannabidiol angstlösend und entspannend wirken kann. Schließlich werden seit 2018 einige Formen der Epilepsie in den USA mit cannabidiol-haltigen Medikamenten behandelt – die EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) empfiehlt aktuell, das betreffende Arzneimittel auch in Europa zuzulassen.