CBD Extrakt, CBD Öl, Hanföl - wo liegt der Unterschied?

März 09, 2019

Öl Fläschchen mit Hanfsamen

Der Markt für CBD-Produkte verwirrt viele Laien mit einer Vielfalt der Begriffe. Viele fragen sich: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen CBD Öl und Hanföl? Auch das Verhältnis zwischen CBD Extrakten und Ölen ist den meisten unklar. Im Folgenden bringen wir endgültig Licht ins Dunkle:

CBD Extrakt: die Basis der Produkte

Um Cannabidiol aus Blüten und Blättern von Nutzhanf zu gewinnen, nutzen Produzenten ein Verfahren, dass sich CO2-Extraktion nennt. Dabei befinden sich Pflanzenteile und Kohlendioxid gemeinsam in einem Behälter. Setzt man das Gas unter Druck, löst es die Inhaltsstoffe aus den Cannabisteilen. Auf dieselbe Weise lässt sich zum Beispiel auch Koffein aus Kaffee lösen, um ein entkoffeiniertes Endprodukt zu gewinnen. Im Falle von Nutzhanf extrahiert das CO2 nicht nur CBD, sondern auch weitere Cannabinoide, Flavonoide und Terpene. Verringert man anschließend den Druck auf das Kohlendioxid, gibt es die aufgenommenen Substanzen als flüssigen Extrakt wieder frei. Da dieser die Vielfalt der Pflanzenstoffe des Ausgangsmaterials enthält, bezeichnet man ihn auch als Vollspektrum Extrakt oder schlicht CBD Extrakt. Er bietet die Basis hochwertiger CBD Produkte.

Das CBD lässt sich auch isolieren, sodass es als reines Cannabidiol in kristalliner Form vorliegt. Pures CBD hat jedoch einen Nachteil gegenüber einem Vollspektrum Extrakt. Es profitiert nicht von den positiven Wechselwirkungen zwischen den Cannabis-Inhaltsstoffen, die Fachleute als „Entourage-Effekt“ bezeichnen.

Hinweis: In der Natur liegt CBD im Hanf als CBD-Säure (CBDa) vor. Die vollständige Wirkung entfaltet es jedoch nur in seiner neutralen Form. Um diese zu erhalten, „decarboxylieren“ Hersteller CBDa mithilfe von Hitze zu CBD. Anwender sollten hier auf entsprechende Hinweise achten.

CBD Öl: CBD Extrakt plus Pflanzenöl

Um aus CBD Extrakt ein Produkt mit standardisiertem CBD Gehalt herzustellen, benötigen die Produzenten ein Lösungs-Medium. Da CBD ein fettliebendes Molekül ist, bietet sich Öl dafür am besten an. In Wasser könnte sich CBD in seiner Naturform dagegen nicht gleichmäßig verteilen. Um hier ein homogenes Produkt zu schaffen, müssen die Hersteller zusätzlich Liposomen hinzufügen. Hochwertiges Pflanzenöl hingegen eignet sich hervorragend dazu, CBD Extrakt auf einen standardisierten CBD Gehalt zu bringen. Darüber hinaus zeichnet es sich durch Anwenderfreundlichkeit aus. Mit einer Pipette lässt es sich fein dosiert unter die Zunge oder in ein gewünschtes Getränk träufeln. Welche Pflanzenöle Hersteller für CBD Produkte nutzen, ist unterschiedlich. Auf dem Markt finden sich Varianten mit Olivenöl, Kürbiskernöl oder Hanfsamenöl. Die Kreationen werden dann als „CBD Öl“ angeboten. Konsumenten sollten außerdem auf folgende Hinweise achten:

  • Enthält das Produkt einen Vollspektrum Extrakt oder kristallines CBD?
  • Liegt das CBD in vollständig decarboxylierter Form vor?
  • Stammt das verwendete Pflanzenöl aus einer Kaltpressung und aus biologisch kontrolliertem Anbau?

Hanföl meint: Hanfsamenöl

Das Öl von Nutzhanf-Samen ist in erster Linie ein hochwertiges Speiseöl. Besonders, wenn es durch Kaltpressung gewonnen wird, bei der das Fett eine Temperatur von 45 Grad nicht überschreiten darf. Hanfsamenöl enthält Cannabinoide nur in kleinsten Spuren. Dagegen liefert es dem menschlichen Organismus wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Vor allem Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Letztere gerieten als Präventiv-Mittel gegen Entzündungsprozesse und Gefäßkrankheiten in der Vergangenheit in den Blickpunkt medizinischer Forschungen. Reichlich Omega-3-Fette sind vor allem in Seefisch enthalten. Wer vegan oder vegetarisch lebt, der muss zu Omega-3 reichen Pflanzen greifen. Vor Lein- und Chiaöl ist Hanfsamenöl hier der Top-Lieferant. Darüber hinaus enthält es Omega-3- und Omega-6-Fette in einem ernährungsphysiologisch optimalen Verhältnis.

Mit diesen Vorzügen bietet Hanfsamenöl wohl die beste Basis, um mit einem Vollspektrum Extrakt zu CBD Öl veredelt zu werden.