CBD in Kosmetik – wie gut wirkt Cannabidiol auf unsere Haut?

April 25, 2019

Frau mit grünen Blättern im und vor dem Gesicht

Neben CBD in Nahrungsergänzungsmitteln bieten Hersteller auch mit Cannabidiol versetzte Produkte zur Haut- und Haarpflege an

Schöne Haut ist eines der größten Attraktivitätsmerkmale – kein Wunder, dass wir bereit sind, viel in wirksame Hautpflegeprodukte zu investieren. Als neuer Trend tauchen aktuell Pflegeprodukte, die CBD Extrakte wie beispielsweise CBD Öl enthalten, auf dem Kosmetikmarkt auf. Sind sie nur eine Marketing-Spielerei? Im Gegenteil: Medizinische Studien lassen hoffen, dass Cannabidiol bei Hautproblemen helfen könnte:

Welche Kosmetikprodukte mit CBD gibt es?

Beinahe das gesamte Spektrum an Körperpflegeprodukten erhältst du heutzutage auch mit CBD versetzt: vom Shampoo, über den Lippenbalsam bis hin zu Cremes und Salben. Letztere sind deshalb vorteilhaft, da sie nicht aus- oder abgewaschen werden wie Seife, sondern die wertvollen Inhaltsstoffe des enthaltenen CBD Extrakts in die Haut einziehen lassen.

Neben Cannabidiol enthalten Salben und Cremes natürlich auch Inhaltsstoffe, die dem jeweiligen Produkt seine Konsistenz und seinen Duft verleihen. Achte hier darauf, dass natürliche Fette wie Sheabutter, Mangobutter oder Kakaobutter zum Einsatz kommen. Sie spenden der Haut Feuchtigkeit und wirken rückfettend. Als Duftstoffe setzen Produzenten bei hochwertigen Produkten natürliche ätherische Öle ein, die ihrerseits wertvolle Terpene liefern. Qualitätsprodukte erkennst du daran, dass ein CBD Vollspektrum Extrakt die Basis bildet und weder künstliche Konservierungs- noch Duftstoffe verarbeitet werden. Vitamin E ist dagegen ein natürlicher Konservierungsstoff in CBD Kosmetika, der sowohl die Produkte als auch unsere Haut vor Schäden durch Oxidation schützt.

Wird CBD über die Haut aufgenommen?

Wie sämtliche Cannabinoide ist CBD eine fettliebende (lipophile) Substanz und löst sich gut in Ölen und Fetten. Daher verbindet es sich auch mit dem menschlichen Hautfett und wird über die Epidermis in den Stoffwechsel aufgenommen. Studien zeigen, dass die Haut CBD dabei eine 10-mal so hohe Durchlässigkeit gewährt wie THC.[1]

Doch kann CBD über diese Passage auch Einfluss auf den Organismus nehmen? Präklinische Versuche mit Tieren zeigen, dass CBD auch über den transdermalen Weg eine hohe Wirksamkeit entfaltet. So konnte ein Gel mit Cannabidiol bei Ratten mit Arthritis die Schwellungen der Gelenke sowie den Schmerz reduzieren und ihre Beweglichkeit verbessern.[2] In einem anderen Versuch milderte CBD als Salbe bei den Versuchstieren ein durch Stress ausgelöstes Suchtverhalten.[3]

Auch Pharmaunternehmen wollen die transdermale Aufnahme von CBD künftig in ihren Produkten nutzen: Der kanadische Hersteller Cannabis Science gab bekannt, ein CBD Pflaster zu entwickeln, das zukünftig Patienten mit Fibromyalgie und bei neuropathischen Schmerzen helfen soll.

Wie wirkt CBD auf die Haut?

Da CBD antientzündlich und immunregulierend wirkt, könnte es in erster Linie Menschen helfen, die unter entzündlichen Erscheinungen der Haut leiden. Forscher sehen hier vor allem Möglichkeiten in der Therapie von Akne. Denn über die Aktivierung des Vanilloid-Rezeptors Typ 4 hemmt CBD nachweislich die Aktivität der talgbildenden Zellen in den Talgdrüsen, der sogenannten Sebozyten.[4] Darüber hinaus wirkt es sich auch hemmend auf Zellen der Oberhaut aus, die für die Bildung der Hornschicht zuständig sind.[5] Dies könnte Personen mit Schuppenflechte helfen, deren Beschwerden sich durch eine übermäßige Aktivität der hornbildenden Keratinozyten entstehen.

Schließlich profitieren in der Praxis bislang bereits Patienten mit schweren Hautkrankheiten von CBD. Fallberichte von Betroffenen, die an der seltenen Hauterkrankungen wie der Epidermolysis bullosa leiden, zeigen, dass ihre Symptome unter der Therapie mit Cannabidiol deutlich zurückgingen. Jucken, Wund- und Narbenbildung, Blasen und die Einschränkungen der Beweglichkeit nahmen so weit ab, dass einige Patienten auf opioide Schmerzmittel sogar verzichten konnten.[6]