CBD Hanfblütentee – eine heiße Tasse voll Ruhe und Ausgeglichenheit?

März 23, 2020

CBD Hanfblütentee in und loser CBD Hanftee neben einer Tasse

„Erstmal abwarten und Hanftee trinken“ – diese Variation eines alten Sprichworts passt zum Trend. Denn neben Matcha, Chai und Rooibos avanciert CBD Tee aktuell zum Star im Heißgetränke-Kosmos. Sein Vorteil: CBD Hanfblütentee gehört neben CBD Öl und Kapseln zum breiten Spektrum natürlicher Hanfprodukte, die das allgemeine Wohlbefinden steigern. Doch was zeichnet den Tee gegenüber anderen Nahrungsergänzungsmitteln aus? Kann er Rauschzustände erzeugen? Was muss man beim Zubereiten beachten? Eure wichtigsten Fragen zu CBD Hanftee beantworten wir jetzt:

 

Darf ich in Deutschland CBD Hanfblütentee legal kaufen?

Der CBD Tee im deutschen Handel hat nichts mit einem illegalen Rauschmittel zu tun. Es handelt sich um die getrockneten Blätter, Blüten und Knospen von Nutzhanf, der nach europäischen Richtlinien angebaut wird. Die Pflanzen enthalten sämtliche Inhaltsstoffe (Cannabinoide), die den Hanf als Naturheilmittel seit Jahrtausenden beliebt machen, allerdings kein psychoaktives Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC). Laut Gesetz darf in der EU angebauter Nutzhanf maximal 0,2 Prozent davon enthalten. Diese THC-freien Cannabispflanzen bilden nicht nur den Rohstoff für Speiseöl und Textilien, sondern auch für Kosmetika mit CBD: darunter CBD Öl, CBD Kapseln, CBD Honig und CBD Hanfblütentee.

 

Welcher Inhaltsstoff macht den CBD Tee so außergewöhnlich?

Warum wird Hanftee aktuell so bejubelt, wenn er doch keine berauschende Wirkung hat? Die Antwort lautet: Neben THC enthält Hanf noch andere Cannabinoide, die zwar nicht berauschend sind, aber das individuelle Wohlbefinden steigern können.

Cannabinoide interagieren mit dem menschlichen Endocannabinoidsystem. Es besitzt Rezeptoren, die im ganzen Körper Reaktionen anstoßen. Eigentlich agieren diese Rezeptoren wie ein Schlüssel-Schloss-System mit unseren körpereigenen Cannabinoiden. Doch auch pflanzliche Substanzen können sie aktiv stimulieren. Dabei teilen sich die Rezeptoren in zwei Gruppen:

  • CB1-Rezeptoren steuern sie Schmerzwahrnehmung, Appetit, Motorik und Lernprozesse.
  • CB2-Rezeptoren regulieren die Aktivität des Immunsystems

Bekannt ist zum Beispiel, dass THC im Rauschhanf durch die übermäßige Stimulation der CB1-Rezeptoren Ängste und psychotische Symptome auslösen kann. Cannabidiol, wie es in CBD Tee vorkommt, wirkt hingegen hemmend auf die CB1-Rezeptoren und lindert dadurch Ängste. Indem CBD mit den CB2-Rezeptoren zusammenspielt, kann es überschießende Reaktionen des Immunsystems bremsen. Außerdem aktiviert CBD im Körper noch weitere Rezeptoren, wie den Vanilloid-Rezeptor Typ 1, der die Schmerzwahrnehmung reguliert.

 

Cannabidiol aus Hanftee – der Stoff fürs Wohlbefinden

Neben den gut hundert anderen Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden im Hanf besticht CBD scheinbar mit besonders positiven Effekten auf den menschlichen Organismus. Das legen zumindest viele aktuelle Studienergebnisse nahe:

 

Kann CBD Tee Schlafstörungen mildern und Stress reduzieren?

Zugegeben, für den Tee als Einnahmeform existieren bislang keine Studienergebnisse. Dennoch konnte Cannabidiol in kleinen klinischen Versuchen die REM-Schlafstörungen der Probanden abmildern und ihre Müdigkeit am Tag reduzieren. [1] Auch als angstlösendes Mittel konnte CBD in Szenarien überzeugen, in denen Probanden einer Stresssituation vor Publikum ausgesetzt wurden. Hier zeigte sich CBD ähnlich wirksam wie Valium. [2]



 

Hilft CBD gegen Schmerzen und Rheuma?

Zum schmerzlindernden Effekt von Cannabidiol existieren Versuche mit verschiedenen Patienten. Bislang berichten Fachleute von positiven Effekten auf Migräne, Polyneuropathie und schmerzhafte Hauterkrankungen. [3] Hanf-Präparate verringerten die schmerzhaften Symptome bei Patienten Arthritis [4] und Fibromyalgie [5].Außerdem senkt CBD bei Arthritis im Tiermodell den Gehalt der entzündungsfördernden Signalstoffe in der Gelenkflüssigkeit. [6]

 

Wirkt CBD Tee positiv auf die Darmgesundheit?

Auch hier muss man ehrlicherweise klarstellen, dass die betreffenden Studien CBD nicht in Form von Tee verabreichen. Dennoch stellten Forscher 2016 die These auf, das Reizdarmsyndrom könne Symptom eines körperlichen Cannabinoid-Mangels sein. [7] Hier würde die Zufuhr mit CBD durch die Nahrung ausgleichend wirken können. Zusätzlich gibt es Laborversuche, in denen Cannabidiol die Gliazellen des Darms so beeinflusst, dass sie weniger Entzündungsstoffe bilden. Das eröffnet vielleicht Perspektiven für Patienten mit Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn. [8]

 

Könnte CBD Hanftee bei der Suchtentwöhnung helfen?

Der Gedanke liegt eigentlich nahe: Wenn CBD doch eine Art „Gegenspieler“ des Rauschmittels THC ist, dann könnte es doch Cannabis-Süchtigen helfen. Wissenschaftler entdeckten, dass höhere Dosen Cannabidiol vor allem bei den unerwünschten Nebenwirkungen von THC ausgleichend wirken. Bei Probanden, die viele Jahre lang regelmäßig Cannabis als Droge konsumiert hatten, konnte Cannabidiol Ängste und psychotische Zustände reduzieren. [9] Außerdem steigerte es die Konzentration der Versuchspersonen deutlich. Interessanterweise half CBD auch starken Rauchern im Versuchsrahmen dabei, ihren Zigarettenkonsum um etwa 40 Prozent zu senken. [10]

 

CBD Tee ist ein Lebensmittel, kein Medikament!

Bislang wurde noch keine der in Studien dokumentierten Effekte von CBD in die Liste der europäischen „Health Claims“ aufgenommen. Das bedeutet, Anbieter von CBD Tee dürfen ihr Produkt nicht mit gesundheitsbezogenen Aussagen bewerben. Hier ist es dem Konsumenten selbst überlassen, das Naturprodukt für sich auszuprobieren und selbst zu erleben, inwiefern es sein Wohlbefinden steigern kann.

 

Welche Vorteile bietet CBD in Form von Tee?

CBD ist aktuell wortwörtlich in aller Munde, daher werden auch etliche Produkte angeboten, die Cannabidiol als reine Substanz enthalten. Man erhält es in Kristallform oder auch in Süßwaren, denen CBD als isolierter Stoff zugesetzt wurde. Naturprodukte wie CBD Hanfblütentee haben hier einen entscheidenden Vorteil: Sie liefern nicht nur CBD, sondern gleichzeitig über hundert weitere Substanzen aus der Klasse der Cannabinoide. Darüber hinaus enthalten sie sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Flavonoide, und ätherische Öle, die Terpene. All diese Substanzen bilden einen Komplex, der im Zusammenschluss höchstwahrscheinlich mehr positive Auswirkungen hat, als einer seiner Einzelstoffe es solo hätte. Wissenschaftler nennen dieses Phänomen „Entourage-Effekt“.

 

Gibt es Qualitätsunterschiede bei CBD Hanftee?

Qualitätsunterschiede bei CBD Hanftee kommen wie bei jedem anderen Naturerzeugnis auch vor. Die folgenden Regeln garantieren dir im Dschungel der Produkte, dass du Qualitätsware von minderen Klassen unterscheiden kannst:

  • Bioware kaufen: Zunächst einmal sollten Verbraucher darauf achten, biologisch erzeugte Produkte zu kaufen, die ohne die Verwendung von Pestiziden angebaut wurden. Da der CBD Hanfblütentee zu 100 Prozent aus getrockneten Pflanzenteilen besteht, gehen alle Substanzen, denen die Pflanze ausgesetzt wurde, auch in die Tasse des Verbrauchers über.
  • Den eigenen Sinnen vertrauen: Qualitätsprodukte unter den CBD Hanftees enthalten sichtbare Teile von Blüten, Knospen und Blättern. Falls die Teile stark zerkleinert wurden oder gar zu Pulver vermahlen, ist nicht mehr klar, auf welchen Rohstoffen das Produkt eigentlich basiert. Daher sollten Konsumenten auch losen Tee gegenüber Beutelware bevorzugen. Am naturbelassenen Produkt lässt sich mit Geruchssinn und Auge auch am besten die Qualität prüfen: Der CBD Hanftee sollte eine typische grüne Farbe haben, nach Hanf riechen und trocken sein. Offensichtliche Fehler sind ein pilzig-schimmeliger Geruch, sichtbar verschimmelte Pflanzenteile, schwarze Komponenten oder eine feuchte und klebrige Konsistenz.
  • Seriöse Anbieter wählen: Hanf ist ein Naturprodukt, daher können im Gehalt seiner Inhaltsstoffe durchaus Schwankungen auftreten. Um sicherzugehen, dass der verwendete Nutzhanf für den CBD Tee maximal 0,2 Prozent enthält, lassen seriöse Anbieter ihre Produkte regelmäßig von zertifizierten Laboren analysieren. Ein vertrauenswürdiger Händler bietet damit die beste Garantie gegen unfreiwillige Rauschzustände, die bei Verkehrskontrollen übel enden können.
  • Dem individuellen Geschmack folgen: Nicht jeder CBD Hanftee schmeckt gleich. Wie beim Tee gibt es auch bei der Hanfpflanze unzählige Varianten; die Wachstumsbedingungen und die regionale Witterung haben zusätzlich Auswirkungen auf das Aroma. Im Ergebnis kann CBD Hanfblütentee die verschiedensten Geschmacksnuancen von lieblich bis extrem herb erreichen. Hier hilft nur: Verschiedene Marken ausprobieren und bei der bleiben, die dem eigenen Gaumen am besten passt. Damit ein herber Tee verträglicher wird, verkürzen viele Konsumenten einfach die Ziehzeit. Doch hier muss man klarstellen: Wem die maximale Wirkung von CBD wichtig ist, der sollte den Tee lieber länger ziehen lassen und sich nach einer milderen Sorte umsehen.

 

Kann ich CBD Hanftee rauchen?

Prinzipiell wäre das möglich – immerhin handelt es sich um getrocknete Pflanzenteile. Allerdings stellt sich die Frage, warum man ein Qualitätsprodukt zweckentfremden wollen würde. Beim Rauchen wird das inhalierte CBD zwar in den Körper aufgenommen, allerdings atmet man gleichzeitig Verbrennungsstoffe ein, die nicht unbedingt förderlich für die Lungengesundheit sind. Wer CBD durch Inhalation konsumieren will, der hat die Möglichkeit, sich CBD Liquid für die E-Zigarette bzw. den Vaporizer zu kaufen.

Darüber hinaus existieren viele weitere Wege, den Körper mit den Vorteilen von Cannabidiol zu versorgen: CBD Öle lassen sich direkt unter die Zunge träufeln, sodass die Mundschleimhaut das Cannabidiol sofort resorbiert. CBD Kapseln und Sprays bieten dagegen praktische Dosierhilfen für unterwegs. Auch über die Haut gelangt Cannabidiol sehr effektiv in den Organismus (immerhin 10-mal besser als das psychoaktive THC!) – daher sind auch Kosmetik-Produkte mit CBD eine sinnvolle Quelle für Cannabidiol.

 

CBD Hanfblütentee selber machen – worauf muss ich achten?

Eigentlich ist der Verkauf mit Nutzhanfblüten an Endverbraucher in Deutschland untersagt – doch immer wieder tauchen Berichte auf, dass Landwirte ihre Nutzhanffelder zum Selberpflücken freigeben. Da wäre die Herstellung von eigenem Hanftee wohl ganz simpel, denken viele: Die Blüten einfach trocknen, aufbrühen und genießen. Doch einen Haken gibt es, wenn man den CBD Tee in Eigenregie herstellen will: Das CBD liegt in der frischen Pflanze noch als Cannabidiolsäure (CBDA) vor. Um sie in aktives CBD umzuwandeln, braucht es vor allem Hitze. Fachleute nennen den Umwandlungsprozess auch „Decarboxylierung“. Wer CBD-Blüten zu Tee verarbeiten will, sollte daher wie folgt vorgehen: Die getrockneten Hanfblüten auf einem Backblech ausbreiten und etwa 10 Minuten lang bei 140 Grad erhitzen. Anschließend lassen sich die Blüten mit kochendem Wasser zu Tee überbrühen. Die Ziehzeit beträgt etwa 10 bis 15 Minuten.

 

CBD Hanftee – was ist wichtig bei der Zubereitung?

Hat sich im Produkt die Cannabidiolsäure (CBDA) vollständig in aktives Cannabidiol umgewandelt? Wer hier sichergehen will, schenkt seinem CBD Tee eine Extradosis Hitze bei der Zubereitung. Sie gewährleistet, dass CBDA-Moleküle vollständig decarboxyliert werden, d.h. sich in CDB umwandeln. Um die maximale Verfügbarkeit des Cannabidiols zu erreichen, brühen Experten CBD Hanfblütentee nicht einfach mit kochendem Wasser auf wie einen profanen Beuteltee, sondern kochen ihn in der Flüssigkeit mit. Idealerweise geschieht das in einem geschlossenen Topf etwa 15 Minuten lang, gern auch etwas länger. Profis geben gleichzeitig etwas Sahne, Butter oder Kokosöl hinzu, damit sich das Cannabidiol im Fett lösen kann und der Körper es besser resorbiert. Denselben Effekt haben auch Kuhmilch oder Pflanzenmilch, die den herben Tee aromatisch etwas abmildern. Wer mag, kann den Tee mit Zitronensaft oder Ingwer verfeinern. Für eine Extraportion CBD lässt sich das Getränk mit CBD Honig süßen.

Ein Tipp für heiße Sommer: CBD Hanfblütentee lässt sich nach dem Kochen abgekühlt auch mit Eiswürfeln als erfrischendes Getränk bei Sommerhitze genießen. Auch hier passen Pflanzenmilch und CBD Honig als Ergänzung.

 

Hanfmilch bringt eine Extraportion Fett in den CBD Hanftee

Wer seinen Hanftee ganz stilecht genießen will, kann ihn mit Pflanzenmilch auf der Basis von Hanfsamen verfeinern. Sie liefert dem Körper wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Magnesium und Kalzium. Doch Hanfmilch ist nur in wenigen Supermärkten erhältlich und kostet meist mehr als die durchschnittliche Mandel- oder Reismilch. DIY-Profis bereiten sie deshalb mit einem leistungsstarken Küchenmixer einfach selbst zu. Dazu braucht es lediglich 50 Gramm geschälte Hanfsamen und einen halben Liter Wasser: Zunächst werden die Hanfsamen mit 200ml Wasser zu einer sämigen Flüssigkeit püriert. Diese wird durch ein feines Sieb oder besser noch, ein Mulltuch, passiert, um die festen Bestandteile herauszufiltern. Das erhaltene Konzentrat gießt man mit 300ml Wasser auf, damit es etwas flüssiger wird. Die fertige Hanfmilch eignet sich nicht nur für Tee und Kaffee, sondern auch für Overnight Oats und Müsli.

 

Hat CBD Hanfblütentee Nebenwirkungen?

Gängige Hanfteesorten enthalten zwischen 1 und 5 Prozent CBD. Auf die Tasse gerechnet können so Gehalte von 2,5mg bis 12,5mg Cannabidiol zustande kommen. Da in medizinischen Studien wesentlich höhere Dosen ohne starke Nebenwirkungen verabreicht wurden, sind unerwünschte Wirkungen beim Tee mehr als unwahrscheinlich.

Milde Nebenwirkungen, die Mediziner bislang bei extrem hohen Dosen CBD beobachtet haben, sind

  • Müdigkeit
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Schwindelgefühle

Dennoch: Da es zu CBD in der Schwangerschaft noch keine ausreichenden Untersuchungen gibt, sollten Schwangere CBD Hanftee lieber nicht konsumieren. Das gilt in der Schwangerschaft im Übrigen auch für andere Natursubstanzen wie bestimmte Kräuter und ätherische Öle.

 


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