CBD für Haustiere

März 19, 2019

CBD für Haustiere

Bei Ängsten, Stress und chronischen Entzündungen können auch Haustiere von CBD profitieren

Wir Menschen spüren die Wirkung von Cannabidiol, weil es mit unserem körpereigenen Endocannabinoidsystem kommuniziert. Dieses System von Rezeptoren und Botenstoffen ist jedoch kein exklusiv menschliches Merkmal. Sämtliche Wirbeltiere der Welt besitzen ebenfalls ein Endocannabinoidsystem. Theoretisch müssten unsere Haustiere demnach auch von CBD profitieren. Doch ist eine Wirkung auf unsere vierbeinigen Freunde bereits wissenschaftlich erwiesen?

Wie wirkt Cannabidiol im Stoffwechsel von Tieren?

Dass Hunde, Katzen, Ratten und sogar Hühner Cannabidiol verstoffwechseln können[1], wurde in wissenschaftlichen Studien bereits demonstriert. Analysen wiesen die Abbauprodukte von CBD nach der oralen Aufnahme im Urin von Hunden nach.[2] Die Bioverfügbarkeit von Cannabidiol schwankte bei den Vierbeinern etwa zwischen 13 und 19 Prozent.[3] Verantwortlich für den relativ geringen Wert ist dabei der sogenannte First-Pass-Effekt, bei dem ein Großteil der Substanz bereits bei ihrer ersten Passage durch die Leber von Enzymen aufgespalten wird. Dennoch bezeichneten Wissenschaftler die orale Gabe von CBD Öl bei Hunden als wirksamste Darreichungsform im Vergleich zu Kapseln oder CBD Salbe.[4]

Wie beim Menschen solltest du deshalb darauf achten, deinem Tier CBD-Präparate mit höchstmöglicher Bioverfügbarkeit zu verabreichen. Ein wichtiges Merkmal bei diesen ist, dass sie CBD in vollständig decarboxylierter Form enthalten. Auch das Vorhandensein von weiteren Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden im CBD Öl kann die Wirkung steigern (siehe Entourage-Effekt).

Wie kann CBD Haustieren helfen?

Da Cannabidiol bei Tieren vergleichbare Rezeptoren anspricht wie beim Menschen, geht man von ähnlichen Effekten aus. Bei Haustieren könnte es sich daher bei den folgenden Beschwerden eignen:

  • zur Unterstützung des Immunsystems
  • bei chronischen Schmerzen
  • bei Arthrose und Gelenkschmerzen
  • bei vermindertem Appetit
  • bei Stress durch Alleinbleiben, Gewitter oder Feuerwerks-Lärm
  • bei Entzündungskrankheiten
  • bei Epilepsie

Viele Haustierhalter probieren CBD-Präparate nach Absprache mit ihrem Tierarzt aus, da das Risiko von Nebenwirkungen bei korrekter Dosierung gering ausfällt. Von Tierhaltern existieren zahlreiche positive Erfahrungsberichte, insbesondere in den Bereichen Angst- und Stressreduktion, Hautprobleme und Grüner Star.

Studien zu CBD bei Haustieren liegen bislang leider nur vereinzelt vor: Zur Anwendung für Hunde mit Arthrose existiert allerdings eine placebokontrollierte randomisierte Studie. CBD-Öl in einer Dosierung von 2mg pro Kilogramm Körpergewicht minderte hier signifikant die schmerzhaften Beschwerden der Tiere.[5] Dies ist für Besitzer vieler Hunderassen eine ermutigende Nachricht. Immerhin leidet ein erheblicher Anteil schwerer und großer Hunde bereits ab jungem Alter chronisch unter schmerzhaften Gelenksproblemen.

Welche Dosierung ist die richtige?

Um die korrekte Dosierung für dein Haustier zu bestimmen, solltest du mit deinem Tierarzt Rücksprache halten. Bei Hunden ist die Gefahr einer Überdosierung außerordentlich gering: In Studien erwiesen sich bereits Mengen von 2mg/kg bis 150mg pro Tier als sicher und nebenwirkungsarm. Gängige Präparate bewegen sich in der Tagesdosierung meist unterhalb dieser CBD-Mengen. Allerdings solltest du deinen Tierarzt insbesondere dann kontaktieren, wenn dein Hund regelmäßig weitere Medikamente, z.B. für ein Herzleiden, bekommt. Hier muss der Tiermediziner ausschließen, dass Wechselwirkungen auftreten.

Welche Präparate sind für Haustiere geeignet?

Für dein Haustier solltest du nur CBD-Öle und -produkte nutzen, die speziell für seine Art ausgewiesen sind. Füttere deinem Tier nie beliebige cannabishaltige Lebensmittel, weil sie unter Umständen Nahrungsbestandteile enthalten, die für Menschen verträglich aber für bestimmte Tierarten toxisch sind (z.B. ist Schokolade schädlich für Hunde). Damit ein CBD-Präparat für Tiere in Deutschland legal erworben werden kann, muss es den europäischen Grenzwerten für THC entsprechen (< 0,2 Prozent).

CBD-Öle auf der Basis von Vollspektrum Extrakten weisen häufig ein herbes Hanfaroma auf, das Tiere nicht mögen. Träufele das Öl am besten auf ein gut akzeptiertes Leckerli oder gib es deinem Haustier mit einer Futterspritze bzw. Pipette auf die Zunge. Wenn dieses Verfahren zu viel Stress verursacht, greife zu CBD Streukügelchen oder speziellen Haustier-Nahrungsergänzungsmitteln mit CBD.