Hilft CBD gegen Schmerzen?

Februar 07, 2019

Mann mit schmerzen im Ellenbogen

Mit seiner guten Verträglichkeit kann CBD eine Schmerzbehandlung ohne Suchtrisiko bieten

Sie betreffen oft Rücken, Kopf oder Gelenke – laut Schätzungen leiden 12 Millionen Deutsche unter chronischen Schmerzen. Neben der persönlichen Lebensqualität belastet das Phänomen Schmerz dabei auch das Gesundheitssystem: Die Therapien kosten jährlich 38 Milliarden Euro. Für rasche Hilfe greifen viele Betroffene zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln und gehen dabei nicht unerhebliche Gesundheits-Risiken ein. CBD könnte hier eine nebenwirkungsarme und verträgliche Alternative bieten.

Wie wirkt CBD gegen Schmerzen?

Der Mechanismus, der die schmerzstillende (analgetische) Wirkung von CBD bestimmt, ist Forschern derzeit nicht vollständig bekannt. Fakt ist: CBD spricht neben den körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren auch den Vanilloid-Rezeptor Typ 1 an.[1] Dieser reguliert unser Schmerzempfinden. Darüber hinaus erhöht CBD den Spiegel des körpereigenen Endocannabinoids Anandamid. Auch dieser Stoff bestimmt unsere Schmerzwahrnehmung.

Bei welchen Arten von Schmerzen ist CBD wirksam?

Erfahrungsberichte von Anwendern zeigen, dass es sich bei jeder Art von Schmerzen lohnt, den Effekt von CBD Öl darauf zu testen. Wissenschaftlich fundierte Aussagen lassen sich aktuell unter anderem zu den folgenden schmerzhaften Krankheitsbildern treffen:

Chronisch-schmerzhafte Krankheiten – Reizdarm, Migräne und Fibromyalgie

Einige Krankheitsbilder zeichnen besonders durch schubweise und krampfartige Schmerzen aus, die von schmerzfreien Intervallen unterbrochen sind: Fibromyalgie, das Reizdarmsyndrom und Migräne sind typische Beispiele. In allen Fällen bleibt die Ursachen meist unklar und die Diagnose gestaltet sich schwierig. Darüber hinaus gelten Fibromyalgie, Reizdarm und Migräne oft als therapierresistent. Aktuell vertreten einige Forscher eine These, welche die drei chronisch-schmerzhaften Krankheitsbilder auf eine gemeinsame Ursache zurückführt: eine Störung des Endocannabinoidsystems. Da unsere körpereigenen Cannabinoide die Schmerzwahrnehmung regulieren, könnte ein chronischer Cannabinoid-Mangel (CED = Clinical Endocannabinoid-deficiency Syndrome), die schmerzhaften Symptome erzeugen.[2] Eine externe Zufuhr von CBD könnte den Mangel ausgleichen und die Schmerzen lindern.

Polyneuropathie

Ein Gefühl wie tausend Ameisen. Kribbeln und Brennen in Füßen, Händen und weiteren Körperregionen begleiten Patienten mit Polyneuropathie ständig. Da die Ursache der Nervenschmerzen oft schwierig zu bestimmen ist, fehlt in vielen Fällen auch der geeignete Therapieansatz. Hier ergibt sich ein Ansatzpunkt für CBD: Eine doppelblinde placebokontrollierte Studie an 303 Patienten mit Polyneuropathie zeigte, dass sich ihre Symptomatik durch ein Mundspray mit CBD und THC deutlich verbesserte. Auch die Schlafqualität wurde gesteigert.[3] Wer die Nebenwirkungen des psychoaktiven THC eliminieren will, sollte stattdessen zu reinem CBD Öl oder CBD Spray greifen.

Juckreiz und Spannen – Schmerzen bei Hautkrankheiten

Das Jucken, Schuppen und Spannen der Haut bei Krankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte strapaziert die Betroffenen nervlich stark. Denn zuweilen erscheint selbst jeder Hautkontakt mit den Bettlaken oder der Kleidung unerträglich. Wie effektiv CBD Schmerzen bei Hauterkrankungen lindern kann, zeigte es in einem Versuch mit Patienten, die an Epidermolysis bullosa litten.[4] Einige der Betroffenen konnten während der CBD-Einnahme sogar auf die Opiate verzichten, die sie regelmäßig gegen die Schmerzen verordnet bekamen. Auch in der Therapie von Schuppenflechte sehen Mediziner gute Perspektiven für CBD. Studien zeigen, dass es das Wachstum der Hornzellen reguliert und so die schmerzhafte Symptomatik verbessern könnte.[5]

Welche Vorteile bringt CBD als Schmerzmittel mit?

Wer im Alltag unter Schmerzen leidet, greift unbesorgt zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (Aspirin), Ibuprofen und Diclofenac (Voltaren). Den wenigsten ist jedoch bekannt, dass die enthaltenen Wirkstoffe die Magenschleimhaut stark reizen, sodass im Extremfall ein Magengeschwür oder ein Magendurchbruch auftreten kann. Im Gegensatz dazu besteht bei frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln mit CBD nicht die Gefahr einer Überdosierung oder das Risiko schwerer Nebenwirkungen.

CBD Öl lässt sich akut bei krampfartigen und durch Entzündungen bedingte Schmerzen einsetzen. Es kann eine bestehende Schmerztherapie unterstützen oder gegebenenfalls eine Alternative zu dieser bieten. Hinweis: Wer CBD zusätzlich zu einer bestehenden Medikation einnehmen will, sollte seinen behandelnden Arzt auf etwaige Wechselwirkungen ansprechen.