CBD bei Allergien – kann Cannabidiol das Immunsystem beruhigen?

Mai 02, 2019

Am Schreibtisch sitzender Mann mit Heuschnupfen

Vorklinische Versuche zeigen, wie CBD allergische Prozesse eventuell regulieren könnte

Die einen freuen sich, wenn Bäume und Blumen im Frühling blühen, die anderen würden lieber an den Nordpol flüchten. Insbesondere Heuschnupfengeplagte können die warme Jahreszeit kaum genießen, weil sie mit den Pollen gleichzeitig Schniefnasen, tränende Augen und Niesattacken mitbringt. Doch auch Nahrungsmittelallergien; Hausstauballergien und Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien machen den Betroffenen den Alltag schwer. Was bei Allergien im Körper passiert und wie z.B. CBD Öl das Wohlbefinden von Allergikern steigern könnte, erfährst du hier:

Was sind Allergien?

Bei einer Allergie reagiert der menschliche Organismus auf einzelne Substanzen seiner Umwelt (Allergene) mit einer starken Immunantwort. Hierbei werden entzündungsfördernde Stoffe wie z.B. Histamin freigesetzt, die typische Beschwerden verursachen.

Die körperlichen Symptome äußern sich dann in

  • geröteten und gereizten Augen
  • gereizter Nasenschleimhaut
  • Heuschnupfen
  • Niesen
  • Husten
  • allergischem Asthma
  • Verdauungsproblemen
  • Hautreizungen und Ausschlag
  • Ekzemen und Neurodermitis

Allergene nimmt man zum Beispiel über die Atemwege auf, wie es beim weit verbreiteten Heuschnupfen der Fall ist. Laut aktueller Umfragen leiden etwa 14,5 Prozent aller Deutschen an Atemwegsbeschwerden in der Blütezeit. Darüber hinaus können allergisierende Stoffe auch mit der Nahrung oder über direkten Hautkontakt in den Organismus gelangen.

Wie sieht die übliche Therapie für Allergien aus?

Hier bestehen zwei Ansätze: Der erste basiert auf Medikamenten, welche die Produktion des entzündungsfördernden Histamins im Körper reduzieren, sogenannte Antihistaminika. Diese Präparate beweisen eine gute Wirksamkeit und sind rezeptfrei erhältlich. Allerdings sind sie teilweise mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden, insbesondere mit starker Müdigkeit.

Darüber hinaus besteht für Allergiker die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung. Hierbei bekommt der Betroffene niedrig dosierte Injektionen des entsprechenden Allergens, um den Körper langsam an den Stoff zu gewöhnen.

Wie übt CBD Einfluss auf unser Immunsystem aus?

Das menschliche Endocannabinoidsystem und das Immunsystem stehen in engem Zusammenhang.Immerhin befinden sich CB2-Rezeptoren, an denen Cannabinode anbinden können, auf den wichtigen Zellen des Immunsystems, zum Beispiel den T-Zellen. Hier können Cannabinoide regulieren, wie viele entzündungsfördernde Signalstoffe bei einer Immunreaktion ausgeschüttet werden. Dass dieser regulatorische Effekt günstig auf allergische Reaktionen einwirken kann, wiesen Forscher im Tiermodell von Asthma nach.[1] Hier konnte eine Behandlung mit CBD die entzündungsfördernden Signalstoffe, verschiedene Interleukine und den Tumornekrosefaktor Alpha, im Lungengewebe der Versuchstiere deutlich reduzieren. Die Autoren der Studie sprechen sich für CBD als potenzielles zukünftiges Therapeutikum für die entzündlichen Prozesse bei Asthma aus.

Überblicksstudien in der Dermatologie hingegen sehen in CBD Möglichkeiten, Neurodermitis und Kontaktallergien zu behandeln.[2] Schließlich beobachteten Wissenschaftler im Tiermodell von Arthritis, dass Cannabidiol auch Autoimmunreaktionen regulieren kann, indem es das Vorhandensein entzündungsfördernder Signalstoffe in der Gelenkflüssigkeit reduziert.[3]

Welche CBD Produkte sind bei einer Allergie geeignet?

Nahrungsergänzungsmittel mit CBD sind in Deutschland frei verkäuflich und bringen nicht das Risiko von Nebenwirkungen mit sich. Anders als bei der Anwendung von Antihistaminika müssen Allergiker hier nicht befürchten, durch Schläfrigkeit ihre Leistungsfähigkeit einzubüßen. Aus wissenschaftlichen Versuchen ist bekannt, dass CBD gut über die Mundschleimhaut und über den transdermalen Weg aufgenommen wird. Prinzipiell können Allergiker daher CBD Öl oder CBD Balsam nutzen. Werden Produkte auf die Haut aufgebracht, ist es wichtig, dass keine Inhaltsstoffe vorhanden sind, die ihrerseits Allergien auslösen können. Optimal sind CBD Balsame, die ausschließlich natürliche Fette wie Sheabutter oder Mangobutter enthalten und ohne chemische Konservierungs- und Duftstoffe auskommen. Noch weniger Risiko für Allergien bestehen bei CBD Ölen, die auf MCT Ölen basieren. Sie werden unter die Zunge auf die Mundschleimhaut geträufelt, um eine optimale Aufnahme der Inhaltsstoffe in den Organismus zu gewährleisten. Anfänger sollten zu einem 5- bis 10-prozentigen CBD Ölgreifen und mit einer Dosierung von 3 Tropfen zweimal täglich beginnen.