Abnehmen mit CBD: Wie wirkt Cannabidiol auf unser Fettgewebe?

April 17, 2019

Frau hält Körperwaage vor sich

Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass CBD Einfluss auf Fettgewebe und Zuckerstoffwechsel haben könnte

Ob aus Filmen oder im Eigenversuch – viele Menschen wissen, dass Cannabis eine enorm steigernde Wirkung auf den Appetit des Konsumenten hat. Nicht ohne Grund werden Haschisch- und Marihuanaprodukte gern in Brownies verbacken oder in heiße Schokolade eingerührt. Dass ausgerechnet der Cannabis-Inhaltsstoff CBD beim Abnehmen helfen könnte, klingt deshalb im ersten Augenblick beinahe absurd. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien lassen jedoch vermuten, dass gerade Cannabidiol einen günstigen Effekt auf das menschliche Fettgewebe ausübt.

Weißes Fett wird zu braunem Fettgewebe – wie kann das gegen Übergewicht helfen?

Koreanische Forscher wiesen im Laborversuch nach, dass CBD Eiweiße anregt, die entscheidend für den Abbau von Körperfett sind.[1] Auf der anderen Seite bremst es die Aktivität von Proteinen, die das Wachstum neuer Fettzellen stimulieren. Darüber hinaus steigert CBD die Anzahl und die Aktivität der sogenannten Mitochondrien. Diese kugelförmigen Gebilde in unseren Körperzellen sind als „Zell-Kraftwerke“ bekannt. Sie sind dafür verantwortlich, dass unser Körper mit Energie versorgt wird. Fettgewebe, in dem viele Mitochondrien vorkommen, unterscheidet sich sowohl in der Farbe als auch in der Funktion von reinem Speicherfett: Es ist braun und nimmt maßgeblich Einfluss auf viele unserer Stoffwechselprozesse. Daher ist es kein „träger Ballast“, den wir tragen, sondern ein aktives Organ. In der Vorliegenden Studie beobachteten die Wissenschaftler, dass CBD die Umwandlung von weißen in braune Fettzellen unterstützt, bzw. die Aktivierung von bestehenden braunen Fettzellen fördert.

Die Ergebnisse knapp zusammengefasst

  • CBD bremst Proteine, die Fettzellen generieren
  • CBD aktiviert Proteine und Gene, welche die Fettverbrennung unterstützen
  • CBD erhöht die Anzahl der Energie erzeugenden Mitochondrien in den Zellen

Die Forscher schließen aus ihren Beobachtungen, dass Cannabidiol eine wichtige Rolle in der Fettverbrennung (Lipolyse) und in der durch den Stoffwechsel produzierten Wärme (Thermogenese) spielen könnte. Damit böte es sich als vielversprechendes Therapeutikum in der Vorbeugung von Übergewicht an. Natürlich sind an dieser Stelle zunächst placebokontrollierte klinische Studien nötig, um den Effekt im lebenden menschlichen Organismus zu beurteilen.

Übergewicht und Diabetes – wie wirkt sich CBD darauf aus?

Wie Cannabinoide auf das Blutbild von Patienten wirken, die durch ihr Übergewicht bereits eine Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 entwickelt haben, untersuchten Wissenschaftler 2016 in einer Pilotstudie an 62 Patienten.[2] Innerhalb der doppelblinden placebokontrollierten Studie erhielten die Probanden täglich CBD, ein anderes Cannabinoid namens Tetracannabivarin oder ein Placebo. Nach 13 Wochen beobachtete man die Veränderungen in ihrem Blutbild. Im Vergleich zum Placebo konnte das Tetracannabivarin den Nüchternblutzucker der Probanden signifikant senken und die Funktion der insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse messbar verbessern. CBD zeigte ebenfalls Einfluss auf das Glukoseabhängige insulinotrope Peptid (GIP), welches die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse stimuliert. Darüber hinaus hemmte es die Aktivität des Hormons Resistin. Dieser Botenstoff wird von Forschern in Zusammenhang mit der Entwicklung von krankhafter Fettsucht und Diabetes gebracht.

Die Studie zeigt außerdem, dass neben CBD auch weitere Cannabinoide eine förderliche Wirkung auf den menschlichen Organismus haben können. Daher ist es stets sinnvoll, einen Vollspektrum Extrakt zu wählen, wenn du CBD als Nahrungsergänzungsmittel zu dir nehmen willst.

Mentale Unterstützung während der Diät – kann CBD das leisten?

Wer Stress und Angst hat, greift gern zu Snacks und Süßigkeiten. Insbesondere kann man dieses Phänomen in Prüfungs-Situationen beobachten. Wenn kalorienreiche Stresskiller zu Gewohnheit werden, klettert die Zahl auf der Waage schnell in die Höhe – denn wie beim Rauchen bleibt der Mensch gern bei einer Stressabbau-Methode, sobald er sie als wirksam erlebt. Ein Ausweg aus der Kalorienfalle können daher Entspannungsmethoden sein, die ohne Essen funktionieren. Bekanntermaßen eignen sich Yoga, autogenes Training oder Meditation optimal dafür. Doch auch CBD kann Ängste in Stress-Situationen signifikant mindern. In einem Versuch, in dem Probanden mit sozialer Phobie öffentlich vor Publikum sprechen sollten, konnte Cannabidiol ihren Stress messbar mindern.[3] In einem anderen Versuch konnte es sich sogar an der beruhigenden Wirkung von Valium messen.[4] Ohne dessen Suchtpotenzial und Nebenwirkungen. Statt im Stress zum Schokoriegel zu greifen, sollten Abnehmwillige deshalb eventuell einmal CBD Öl ausprobieren. Oder – falls man auf ein wenig süßen Geschmack nicht verzichten will – ein bis zwei CBD Gummibärchen.